Literatur über den Lungau von

Michael Dengg

 

Das Heimathaus im Wandel der Zeit

Heimathaus Michael Dengg

Der Erbauer unseres geschichtsträchtigen Heimathauses war Michael Dengg, ein bekannter Autor und Pionier der Lungauer Volkskultur, welcher am 28. März 1879 in der Plierscherkeusche geboren wurde.  

 

Michael Dengg schrieb Bücher über das heimatliche Brauchtum und sammelte unzählige Volkssagen. Noch heute gelten seine Werke "Lungauer Volksleben" (1913) und "Lungauer Volkssagen" (1922) als Standardliteratur der Lungauer Volkskunde.

 

Er erlernte das Maurerhandwerk, wobei sein Spezialgebiet Zimmeröfen, Sparherde und Backöfen waren. So war Michael Dengg auch in der Burg Mauterndorf und im Schloß Moosham tätig. Im Jahr 1937 erbaute er anstelle der baufälligen Plierscherkeusche das Heimathaus Dengg.

 

Dieses wurde 2019 von seinem Enkel Michael und seiner Frau Nina erworben und mit viel Liebe komplett saniert. Dabei wurde viel Wert darauf gelegt, dass äußere Erscheinungsbild von 1937 zu erhalten und die Erzählungen und Sagen aus dem Lungau von Michael Dengg und seinem Heimathaus weiterleben zu lassen.

Ferienhaus im Lungau

Ferienwohnungen im Lungau

Der Lungau

Michel Dengg - Lungauer Volkssagen und Lungauer Volksleben
Heimathaus Dengg - Ferienhau Lungau - Lungauer Volkssagen

Buch über den Lungau und seine Menschen - Lungauer Volksleben
 

11914 veröffentlichte Michael Dengg sein erstes Werk „Lungauer Volksleben“, ein Buch, in dem man einerseits einen Überblick über das Brauchtum im Lungau erhält, anderseits aber in feinfühligen Schilderungen einen Einblick in Arbeit und Lebensweise der Lun­gauer Bevölkerung erhält. In einem Anhang beschreibt er das Lungauer Bauernhaus und schließt dieses Kapitel mit einer Sammlung von Inschriften und Haussprüchen aus dem Lungau ab.

Auch Peter Rosegger anerkannte die Arbeit und Leistungen von Michael Dengg. Am 27. 2. 1914 schrieb er folgende Zeilen an den Lungauer: 

„Lieber Herr Dengg! Haben Sie Dank für das Lungauer Volksleben, das mich sehr interessiert und das im Heimgarten empfohlen werden wird. Ich glaube, Sie haben sich da ein rechtes Verdienst erworben, das um so größer ist, als Sie es wohl Ihrem beschwerlichen Berufe abgerungen haben. Herzlichen Glückwunsch von Ihrem ergebenen Peter Rosegger.“ *Salzburger Vollkszeitung vom 17. 3.1984

Buch über Sagen und Bräuche aus dem Lungau - Lungauer Volkssagen
 

Acht Jahre nach dem Erscheinen des „Lungauer Volkslebens“ stellt Michael Dengg seine „Lungauer Volkssagen“ fertig. Über dieses Werk, eine Sammlung noch unbekannter und unveröffentlichter Alpensagen, schreibt er selbst:

„Dieses aus dem zwar kleinen, aber reizenden Alpenjuwel ,Lungau stammende Sagenbuch enthält eine Fülle der schönsten bisher noch unbekannten und unveröf­ fentlichten Alpensagen, welche ich zum Großteil unmittelbar aus dem Volke ge­schöpft. Dies gelang mir um so leichter, als ich, selbst ein Lungauer, innig mit dessen Volkstum verwachsen bin. Auch der Umstand, daß ich in früheren Jahren viel bei den Bauern herumkam und dort besonders von alten Leuten viel der wunderlichsten Geschichten und Sagen erzählen hörte, die mir sonst wohl nie zu Gehör gekommen und somit auch nicht aufgezeichnet worden wären, kam mir bei Abfassung dieses Buches sehr zustatten. Aber auch meine lieben Landsleute, die Lungauer, haben bei dieser Sammelarbeit wacker mitgeholfen und mich dabei tatkräftig unterstützt. Gar oft bin ich, wenn ich von einer Sage nur mehr eine dunkle Ahnung hatte und nicht mehr recht wußte, was ich darüber denken oder schreiben sollte, in die Bauernstube gegangen, habe mich mitten unter die Bauersleute gesetzt, und die haben mir dann jedesmal wieder aus meiner Not geholfen. Sie erzählten' mir da die Sagen und Ge­schichten, die sie vom Ahnl und Ähnl übernommen und erzählt gehört, und zu den alten schon bekannten kamen dann immer wieder neue, mir bisher noch unbekannte Sagen hinzu, so daß sich meine Sagensammlung nach und nach vermehrte und zu einer Höhe anwuchs, bis sie den Umfang dieses Buches erreichte.“ *Lungauer Volkssagen, 3. Auflage, Mauterndorf 1968, S. 5.

Denggs Sagensammlung stieß auch bei verschiedenen Volkskundlern auf größtes Interesse. Prof. Dr. Burgstaller schrieb einmal an den Verfasser: „Habe Ihr Buch ,Lungauer Volkssagen mit größtem Interesse durchgelesen. Es ist weit mehr als ein Sagenbuch. Es ist eine Geschichte und Kulturgeschichte Ihrer Landschaft. Es ent­ hält eine Fülle hochwichtiger volkskundlicher, religions- und sozialgeschichtlicher Belege, die für jeden V olksforscher von größtem Wert sind.“ *Lungauer Volksleben, a. a. O., S. 316.