SCHÖNSTER ORT IM LUNGAU

Die Reise beginnt im Heimathaus Dengg

Der Lungau im Salzburger Land besitzt eine Schönheit, die erholungssuchende Urlauber, Kulturliebhaber und Naturfreunde wie magisch anzieht. Kommen Sie doch selbst einmal vorbei, um diese faszinierende Landschaft mit ihren vielfältigen Höhepunkten zu erleben! Es gibt zwischen den Nockbergen und den Tauern vieles zu entdecken. Jeden Tag wartet ein neues spannendes Abenteuer auf Sie. Was der schönste Ort im Lungau ist? Lassen Sie sich von uns inspirieren. 

Der Lungau besteht aus 15 Markt- und Ortsgemeinden
 

Mauterndorf, Sankt Michael und Tamsweg sind Marktgemeinden mit einem formell verliehenem Marktrecht. Des weiteren besteht der Lungau aus den folgenden Ortsgemeinden:

Göriach, Lessach, Mariapfarr, Muhr, Ramingstein, Sankt Andrä im Lungau, Sankt Margarethen im Lungau, Thomatal, Tweng Unternberg, Weißpriach und Zederhaus.
 

Sankt Margarethen im Lungau und die Römerstraße

Das römische Reich war eine expandierende Weltmacht. Sie errichtete ein stark verzweigtes und weitläufiges Wegenetz durch große Teile Europas. Nicht umsonst heißt es, dass alle Wege nach Rom führen und einer dieser Wege führte bereits früh in den Lungau! Der Lungau spielte für die Überquerung der Tauern eine bedeutende Rolle, so gab es sogar eine römische Siedlung namens Immurium, was dazu führte, dass das alte Rom die Region spürbar beeinflusste.

Obwohl das Imperium Romanum schon seit Jahrhunderten Geschichte ist, sind von den alten Straßen noch Reste erhalten - ein Beweis für die kulturellen Höchstleistungen der Antike. In der Gemeinde Sankt Margarethen steht zum Beispiel noch ein Römischer Meilenstein. Mehr zu sehen gibt es im Schloss Moosham. Dort wartet auf Geschichtsinteressierte eine Kunstsammlung mit zahlreichen Schätzen aus römischen Zeiten. Die überwältigende Anlage ist selbst ein starker Anwärter für den schönsten Ort im Lungau!

 

Burg Mauterndorf aus dem 11. Jahrhundert

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Dort, wo einst ein römisches Militärlager gestanden haben soll, wartet heute eine romantische Burg darauf, besichtigt zu werden: Burg Mauterndorf. Durch das strahlende Weiß ihrer Fassade und ihrer imponierenden Größe ist sie trotz des erhabenen Gebirgspanoramas im Hintergrund unübersehbar. Wer die Anlage betritt, erlebt eine Zeitreise zurück in das Mittelalter. Regelmäßig werden in der Burg Veranstaltungen ausgerichtet. Im Hochsommer findet zum Beispiel ein Mittelalterliches Spectaculum statt. Hier können Sie also nicht nur den schönsten Ort im Lungau entdecken, sondern auch Ihren schönsten Tag des Jahres mit der ganzen Familie erleben.

Weitere mittelalterliche Sehenswürdigkeiten im Lungau
 

Sie können von Schlössern, Burgen und Festungen gar nicht genug bekommen? Die große Anzahl dieser historischen Gebäude in der Umgebung wird es Ihnen schwer machen, sich zu entscheiden, welcher Ihr schönster Ort im Lungau ist! Zwischen den Wäldern, den 60 Gebirgsseen und vereinzelten Moorlandschaften sind heute noch drei Burgen erhalten. Neben Schloss Moosham und der Burg Mauterndorf ist das Lungauer Trio erst mit der Burg Finstergrün voll. In dieser Anlage nehmen Sie auf Wunsch an Führungen teil, sehen sich die wechselnden Ausstellungen an oder toben sich im Klettergarten aus.

Es gibt noch viel mehr zu sehen im Salzburger Lungau! Für eine entspannte Jause unter freiem Himmel bieten sich zum Beispiel die Burgruinen Klausegg und Thurnschall im Lungau an.

Ein fröhlicher Ausflug mit der Taurachbahn

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Sie begeistern sich für Dinge, die vor Nostalgie nur so sprühen? Dann unternehmen Sie im Lungau eine Fahrt mit der entzückenden Taurachbahn! Es handelt sich um eine alte Dampflokomotive, die zugleich die höchstgelegene Schmalspurbahn Österreichs ist. Sie bietet ihren Passagieren viel Platz in charmanten Waggons. Nutzen Sie die Gelegenheit bei Ihrem Aufenthalt im Lungau und reisen Sie wie vor 100 Jahren durch die Malerische Landschaft des Lungaues! Sie genießen einen hervorragenden Ausblick auf die vorbei rauschenden Berge. Mit Volldampf geht es in rund 40 Minuten durch fünf Gemeinden im Lungau: Mauterndorf mit dem Heimathaus Dengg, Gröbendorf, Mariapfarr, Lintsching und St. Andrä.

Stille Nacht Museum in Mariapfarr
 

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer das beliebte Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" verfasst hat? Ein junger Mann im Dienst der Kirche schrieb zumindest den Text in Form eines Gedichtes: Joseph Mohr. Das Werk entstand im beschaulichen Mariapfarr, hier im schönen Lungau. Daher trägt die Gemeinde den Spitznamen Stille Nacht-Ort. Das Schöpferjahr 1816 ging als berüchtigtes Jahr ohne Sommer in die Geschichte der Menschheit ein. Im fernen Indonesien brach rund ein Jahr zuvor der Vulkan Tambora aus, was sich stark auf das damalige Klima in Nordamerika und vielen Ländern Europas auswirkte. Auch Österreich war betroffen. Die Temperatur fiel und blieb längere Zeit ungewöhnlich niedrig. Das führte zu massiven Ernteausfällen und in der Folge zu Hunger. Auch aufgrund der Koalitionskriege war das Leid im Lungau groß.

Man geht davon aus, dass dieses Leid maßgeblich dazu geführt hat, dass Joseph Mohr das Gedicht "Stille Nacht" verfasste. Möglicherweise wollte er so den geplagten Menschen Trost spenden, um die außergewöhnlich schwere Zeit zu überwinden. Dies ist zum Glück gelungen. Der Person Joseph Mohrs wird weiterhin Anerkennung im Lungau zuteil. So ist das Haus der Familie Mohr erhalten. Die sogenannte Scharglerkeusche in Stranach gehörte allerdings nicht ihm selbst, sondern den Vorfahren des christlichen Dichters. Außerdem gibt es eine Ausstellung zum Thema Stille Nacht und Joseph Mohr im Museum Mariapfarr. In den Räumen des Museums werden als zusätzliche Themen die Wallfahrt und das Pilgern beleuchtet. Zu den beliebtesten Ausstellungsstücken zählen allerdings die Schätze aus dem Besitz der Wallfahrtsbasilika Mariapfarr.

Die Basilika in Mariapfarr
 

Mariapfarr ist einer der wohl erstaunlichsten Orte in der Region und sicherlich ein starker Anwärter auf den Titel "Schönster Ort im Lungau". Die kleine Gemeinde kann sogar mit einer prachtvollen Basilika glänzen! Von diesen gibt es insgesamt nur 35 in ganz Österreich. Doch der offizielle Titel der Basilica minor (lateinisch für kleine Basilika) wurde der Pfarrkirche "Zu unserer Lieben Frau" erst im Jahr 2018 verliehen. Der Grund für die Feierlichkeiten: Die altehrwürdige Kirche hat sich als herausragende Pilgerstätte über viele Jahrhunderte hinweg einen Namen gemacht.

2018 war das perfekte Jahr für die Umwidmung der Kirche durch den Vatikan, der höchsten römisch-katholischen Stelle. Fast genau 200 Jahre zuvor, am 24. Dezember 1818, wurde das inzwischen komponierte Weihnachtslied zum Gedicht "Stille Nacht" im Salzburger Land uraufgeführt. Die Melodie zum wohl bekanntesten Weihnachtslied der Welt stammt vom österreichischen Komponisten Conrad Franz Xaver Gruber.

Fliegenfischen in Weißpriach

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Neben den vielseitigen kulturellen und historischen Schätzen ist die beeindruckende Landschaft ein weiterer Grund, warum Sie einen Urlaub im Lungau erleben müssen. Nutzen Sie Ihre freie Zeit und widmen Sie sich den schönsten Outdoor-Aktivitäten, die das Gebirge zu bieten hat! Im Sommer kommen sogar Angler auf ihre Kosten, denn die fünf Kilometer lange Longa im Biosphärenpark Lungau gilt von Juni bis Oktober als echter Geheimtipp für Fliegenfischer.

Die Longa ist ein natürlich mäandrierender und glasklarer Gebirgsbach, der durch das malerische Landschaftsschutzgebiet von Weißpriach fließt. Freuen Sie sich bei dieser sportlichen Beschäftigung auf das wohltuende Plätschern des Gewässers und eine himmlische Aussicht um Sie herum! Mit dem richtigen Köder und einem guten Wurf fangen Sie mit etwas Glück sogar Bachforellen, Regenbogenforellen, Saiblinge oder Äschen. Mit einer Fischerkarte dürfen Sie bis zu vier Fische am Tag entnehmen.

Wasserweg Leisnitz in Sankt Margarethen im Lungau

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Der Lungau ist nicht nur für Angler, sondern auch für Wanderer ein Paradies. Die wunderschöne Natur lässt sich am besten gemächlich auf Schusters Rappen erkunden. Eine der beliebtesten Routen ist der Wasserweg Leisnitz. Als Startpunkt gilt der Wasserstein in der Ortschaft Sankt Margarethen, dann geht es vorbei am Leisnitzbach. Laut SAC-Wanderskala hat der Weg den Anspruch T1, damit ist die Tour leicht. Die Strecke ist mit ihren drei Kilometern relativ kurz und zwischen Mai und September am schönsten.

Unterwegs gibt es jedoch 240 Höhenmeter zu überwinden. Wie gut, dass Sie sich bei Bedarf im Gasthof am Weg stärken können. Außerdem sorgen die vielen Informationstafeln mit großartigen Geschichten auf der Route für Unterhaltung. Der niedrige Schwierigkeitsgrad eignet sich sogar für Familien mit Kindern. Die Kleinen werden sich sicher auch über die tierischen Bewohner am Wegesrand freuen. Am Gasthof erwartet Sie ein Wildpark mit Rot-, Sika- und Steinwild, schottischen Hochlandrinder sowie Alpakas. Letztere stammen zwar ursprünglich aus den südamerikanischen Anden, doch in der lungauer Bergwelt fühlen sie sich ebenso wohl.

Sankt Michael im Lungau und der Katschberg - schneesicher
von 1.075 bis 2.411 Meter ü.d.M.

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Wer Lust auf einen aktiv gestalteten Winterurlaub im Lungau hat, sollte den Ort Sankt Michael im Lungau besuchen, von hier aus geht es mit der Gondel hoch hinaus auf das 2.411 Meter hohe Speiereck oder auf den 1.641 Meter hohen Katschberg mit dem Skigebiet Katschberg-Aineck. Dort gibt es zahlreiche Angebote für Familien, Skianfänger sowie Fortgeschrittene. Toben Sie sich auf den rund 70 Pistenkilometern aus! Für den notwendigen Komfort sorgen 16 modern Aufstiegshilfen.

Obertauern - schneesicher von November bis Ende April
 

Obertauern ist der bekannteste Wintersportort in der Region und ist weit über die Grenzen für seine Schneesicherheit bekannt. Obertauern liegt in den Radstädter Tauern und zählt zu den populärsten Wintersportorten in den Alpen.

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Fazit: Im Lungau gibt es immer etwas zu entdecken!
 

Ihr schönster Ort im Lungau ist es wert, gefunden zu werden. Dabei sind die Optionen überwältigend! Imposante Berggipfel, weitläufige Blicke ins Tal, mittelalterliche Burgen, eine dampfende Lokomotive, historisch bedeutsame Kirchen, traumhafte Bachlandschaften und viele weitere Highlights locken Reisefreunde aus aller Welt in die abwechslungsreiche Region. Es gibt verschiedene Angebote für die Freizeitbeschäftigung im Sommer wie im Winter, denn der Lungau ist das ganze Jahr über einen Besuch wert. Kommen auch Sie einmal vorbei, wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Der Lungau
 

Quelle: Lungauer Volksleben | Sitten und Gebräuche, Geschichten und Schilderungen aus dem Lungau von Michael Dengg 3. Aufl.

Im Südosten des Landes Salzburg befindet sich ein rings von hohen Bergen umschlossener Gau, welcher in seiner Abgeschlossenheit fast eine Welt für sich bildet, der Lungau. Nur gegen Osten liegt der selbe offen und dahin entsendet er auch seine Gewässer, welche die in einem seiner Seitentäler, dem Murwinkel, entspringende Mur in sich aufnimmt, um dann der Hauptfluß Steiermarkts zu werden.

Als im Jahre 14 bis 15 vor Christus Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, mit bedeutender Heeresmacht gegen Norden aufbrachen und bis an die Donau alles unterjochten, gelangte auch das Land der Taurisker in römischen Besitz und wurde Mittel-Norikum einverleibt. Eine erhöhte Bedeutung erhielt der Lungau, als der römische Kaiser Septimus Severus (193 - 211) einen neuen Straßenzug, die neue römische Heeresstraße, zur schnellen Beförderung der römischen Legionen von Süden nach Norden, von Italien bis an die Donau, die damalige Grenze des Römischen Reiches, anlegen ließ.

Eine starke militärische Besetzung der Nordgrenze des Römischen Reiches war notwendig, denn die germanische Völkerschaften versuchten immer mit Gewalt in das Römische Reich einzudringen. Bei einem dieser Feldzüge gegen die Germanen ist der römische Kaiser Markus Aurelius (161 -180) in Vindobona (Wien) gestorben.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches kamen die Slawen und hausten hier einige Jahrhunderte lang, bis sie von dem nun ansässigen Germanen, den Bajuwaren, verdrängt wurden.

Im Mittelalter hat der Lungau seine Blütezeit gesehen. Handel und Bergbau brachten es in dem reich mit Naturschätzen gesegneten Gau zu hoher Blüte, und jahrhundertelang zogen die Handelkarawanen, welche zwischen Triest und Salzburg verkehrten, durch den selben. Adel und Rittertum hatten zahlreiche Burgen und Edelsitze inne, Bürger und Bauern konnten sich allseits eines gewissen Wohlstandes erfreuen.

Doch diese Glanzzeit ging vorüber, der Handel nahm, beonsers nach Auffindung des ostindischen Seeweges und der Entdeckung von Amerika allmählich eine andere Richtung, der Bergsegen ließ nach, die meisten Burgen und Schlösser wurden besonders in den blutigen Schlachten des 15. Jahrunderts größtenteils zerstört, und so wurde der Lungau nach und nach verlassen und vergessen. Auch die Napolenischen Kriege gingen nicht spurlos an dem Lungau vorüber, er wurde mehrmals von den Franzosen besetzt.

Das war eine schlimme Zeit für den Gau. Aber trotz der Ungunst der Verhältnisse ist der Lungau in der Entwicklung nicht zurückgeblieben, sondern hat mit dem Werdegang der Zeit Schritt gehalten und sich besonders auch die Errungenschaft der Zeit zunutze gemacht.

Auch der Fremdenverkehr nimmt immer mehr zu, zahlreiche Städter verbringen den Sommerurlaub im Lungau. Auch für den Skisport werden Lungaus Berge immer mehr erschlossen.

Der Lungau ist aber nicht nur reich an Naturschönheiten und Naturschätzen, er besitzt auch noch viele alte Denkmäler besonders aus der Römerzeit und manch altersgraue Burg, die dem Wandel der Zeiten zum Trotz bis auf unsereTage sich erhalten, schaut stolz aus ihrer Höhe hernieder als eine Erinnerung an das eisengepanzerte Mittelalter.

Der Lungau besitzt aber auch noch viele originelle Volksbräuche und Sitten, die sich hier besser als anderswo erhalten haben. Diese vorzugsweise habe ich zu schildern versucht und manches davon im vorliegenden Büchlein niedergelegt.


 

Hinein in Lungaus sagenumwobenes Land,

Wo entspringt des Murflusses Silberband,

Wo das Bergmännlein haus, das die Schätze bewacht,

Woll Sagenzauberund Märchenpracht.
 

Hinauf auf die Höhen, die lichtumglänzten,

Auf die sonnigen Matten, die blumenkränzten,

Hinein in der Täler liebliche Auen,

Von Bergenumschlossen gar freundlich zu schauen.

Hin zu den stillruhenden Alpenseen,

Mit ihrem Farbengefunkel bezaubernd und schön,

Wo von Almrausch umranktem Felsgestein

Das Edelweiß grüßt schneelicht und fein.

Hinein in der Wälder tiefschattiges Dunkel

Mit ihrem smaragdgrünen Lichtergefunkel,

Drin die Wässerlein rauschen silberhell:

Da wirst Du gesunden an Leib und Seel'.

Michael Dengg

 

Auszug aus dem Buch "Lungauer Volksleben" von Michael Dengg, welches Sie gerne bei uns erwerben können. Heimathaus Dengg - Ferienhaus im Lungau.

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